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Bonner Rundschau, Montag, den 13.01.2003
Behaarte Beine und wiegende Hüften
Von SABINE
SCHWARZ
FRIESDORF. Sonntag, 11 Uhr, Servatiushalle
in Friesdorf: Während das Bad Godesberger Kinderprinzenpaar in Begleitung des Kindercorps
der KG Kleffbotze mit ohrenbetäubenden Trommelschlägen in den voll besetzten
Veranstaltungssaal einmarschiert, herrscht in der Garderobe hinter der Bühne gespannte
Erwartung.
Die Männerballett-Truppe Essiger Sternchen aus Swisttal-Essig bereitet
sich hochkonzentriert auf ihren Auftritt vor - bei der 9. Offenen Stadtmeisterschaft für
Männerballette wollen die Hobby-Tänzer schließlich keine schlechte Figur abgeben.
Das ist Adrenalin pur, sagt Michael Jakobs und zupft nervös an seinem
Nonnen-Kostüm. Zwar treten die Essiger Sternchen das ganze Jahr über immer
mal wieder bei Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern auf. Aber eine Stadtmeisterschaft ist
schon etwas Besonderes. Meine Familie sitzt heute auch im Publikum, erzählt
Heiko Stein, während er sich seinen weißen Tanzschuh zuschnürt. Normalerweise arbeitet
der 24-Jährige ganz seriös als Justizbeamter am Bonner Amtsgericht. Aber im Karneval
macht das normale Leben Pause, und so trägt der junge Mann heute keinen Anzug, sondern
ein rotes Kleid, eine platinblonde Perücke und jede Menge Make-up.
Seid ihr gut drauf?, hören die sieben Essiger Sternchen jetzt
den Moderator Ralf Block das Publikum fragen. Zusammen mit Detlef Blank wird der
rothäutige und schwarzhaarige Indianer Block die insgesamt zwölf
Männerballett-Truppen ankündigen. Eigentlich hatten es 14 sein sollen, aber De
Höppemännche aus Mechernich und die Bundesgarde Hürth mussten im letzten Moment
absagen.
Weil die Jecken im Zuschauerraum in der Tat gut drauf sind, kanns losgehen. Einmarsch
Essiger Sternchen. Voran schreiten drei Nonnen, dahinter drei düstere
Gestalten mit Trenchcoat und dunkler Sonnenbrille. Zum Schluss kommt Heiko Stern als
blondes Schlagersternchen. Die Glocken von Rom, trällert er schrill ins
Mikrofon. Und immer, wenn der Refrain der Schnulze ertönt, offenbaren die
Trenchcoat-Träger hüftschwingend, was sie unter dem Mantel tragen. Nämlich nichts
außer schwarzen Boxershorts, an denen große Glocken hängen - welche die unkeuschen
Nonnen taktsicher zum Klingen bringen.
Der Saal tobt, und die Digitalkameras, die einige Narren in den Händen halten, sind
unermüdlich im Einsatz. Bis 17 Uhr folgt ein Männerballett-Auftritt dem anderen.
Zwischendurch sorgen das Musikcorps und die Tanzgarde der KG Kleffbotze, die Rot-Weißen
i-Pünktchen und das Original Schneeflöckchenballett Bad Godesberg für Abwechslung.
Den letzten Startplatz haben die Tänzer der Gruppe Blue Lagunas aus Mayen.
Im letzten Jahr sind wir Zweiter geworden, und auch in diesem Jahr haben wir gute
Chancen, weil wir tänzerisch stark sind, meinte Bernd Kreiser vor dem Auftritt
seiner Truppe.
Kreiser sollte Recht behalten. Gesamtsieger des Wettbewerbs wurden zwar die
Tanzbienen 1985 aus Neunkirchen, aber in der Kategorie Karnevalistischer
Ausdruck siegten die Blue Lagunas. Auch die Essiger
Sternchen bekamen vom Godesberger Prinzenpaar, Prinz Jürgen I. und Godesia
Brigitte, einen Preis überreicht. Sie wurden Zweite in der Kategorie Musik -
kein Wunder, denn die männlichen Nonnen tanzten auch zu Tom Jones Sex Bomb.
Generalanzeiger, den 13.01.03
Mit dezenten Schrittchen konsequent
"Näve demm Tak"
Bei der Stadtmeisterschaft für Männerballette steht der Spaß im Vordergrund
Friesdorf. (nfz) Schon bald nach ihrem Auftritt wurden sie als
Favoriten heiß gehandelt: die "Tanzbienen" aus Neunkirchen. Und tatsächlich
holte sich das Ensemble den begehrten Wanderpokal und den Gesamtsieg bei den offenen
Stadtmeisterschaft für Männerballette, die in der Servatiushalle in Friesdorf
durchgeführt wurde.
Mit einer fetzigen und athletischen Tanzdarbietung überzeugten sie die Jury wie schon
in den vergangenen vier Jahren. Die Preisverleihung am späten Sonntagnachmittag wurde
durch das Godesberger Prinzenpaar Jürgen I. und Godesia Brigitte vorgenommen.
Besonders Ihre Lieblichkeit Brigitte zeigte sich entzückt, durchtrainierte und
wohlgeformte Männerbeine zu erblicken statt "den ganzen Tag auf die bestrumpften
Beine des Prinzen" zu starren.
Zum neunten Mal hatte die KG Kleffbotze zur Stadtmeisterschaft eingeladen. Durch das
Programm führten, als Indianer verkleidet, Ralf Block und Detlef Blank. Für Showeinlagen
sorgten Tanzgarde und Musikcorps der Kleffbotze, die Rot-Weißen i-Pünktchen aus Mehlem
sowie das Schneeflöckchen-Ballett Godesberg.
Zwölf Ballette nahmen teil, zwölf
Preise wurden vergeben, der Spaß an der Sache stand im Vordergrund. Und davon hatte das
Publikum in der proppenvollen Servatiushalle reichlich.
Schon die Namen, unter denen die Truppen
aufliefen, waren eine Lachnummer für sich. "De Dromdöppe",
"Erftstadt-Dancers", oder "Näve demm Tak". Konsequent ihre
choreographische Linie in der Tradition des Godesberger
"Schneeflöckchen-Balletts" behalten die "Baachemer Kruttlabesse" bei:
Ballett soll eben Ballett bleiben.
In der Kategorie "Kostüme"
erhielten die Kruttlabbesse den ersten Preis. "Bei uns werden sie geholfen" las
man auf den weißen Kitteln der "Blue Lagunas" aus Mayen, die als munteres
Ärztinnensextett auftraten.
Wenig später verabschiedeten sie sich von der sterilen Kleidung und präsentierten den
Zuschauern zwar nicht Traumfiguren, aber immerhin lila Bhs und ein silbriges Etwas um die
Hüften. Das Publikum konnten sie zudem in einem originellen Mitmach-Tanz animieren.
Ob die männlichen Balletteusen auch außerhalb der Bühne ordentliche Tänzer abgeben,
bleibt eine offene Frage. "Meiner tanzt nur im Männerballett, sonst nicht", so
jedenfalls die Ehefrau eines Tänzers.
Langebfeld, den 02.03.03
RKV-Närrinnen vergnügten sich bei jecker
Sitzung
Da kommt die Zenzi an, die bringt den Enzian
RICHRATH (RP). Pippi Langstrumpf, Engel, Möhren und Piraten schunkelten um die Wette.
In der vollbesetzten und buntgeschmückten Schützenhalle ließen es die Wiever so richtig
krachen. Der Richrather Karnevals-Verein schwarz-weiß 1977 (RKV) feierte mit einem jecken
Damen-Publikum eine rauschende Sitzung.
Zu Beginn marschierte die Ehrengarde der Stadt Köln in ihren grün-gelben Uniformen
ein. Sie begeisterte die Zuschauer mit ihren rhythmischen Tänzen. Auf weißen
Steckpferdchen galoppierten die "strammen Kääls" über die Bühne und heizten
dem Publikum ein. Mit akrobatischen Sprüngen und spektakulären Radschlägen fesselte das
Tanz-Mariechen das närrische Volk.
Karnevals-Größen vom Feinsten waren geladen. So bejubelten die Karnevalisten Guido
Cantz. Der Mann für alle Fälle hatte die Lacher auf seiner Seite. Mit viel Witz und
Charme verzauberte der Blondschopf die bunte Gesellschaft. Da bekam so manch Prominenter
ordentlich eins auf die Mütze. Beim Schunkel-Song "Da kommt die Zenzi an, die bringt
den Enzian" legte der Kölner Büttenredner eine flotte Sohle mit den Mitgliedern des
Elferrates aufs Parkett.
Es gab fröhliche Tänze zwischen den Stuhlreihen. Der Kappellmeister sorgte mit seiner
Band für die richtige Musik und einen ordentlichen Tusch. Nach jedem Programmpunkt
entzückte Nummernboy Randy die Damen. Es wurde gelacht, gesungen und geklatscht. Auch das
Langenfelder Prinzenpaar Jochen II. und Katja I. kamen mit ihrem Gefolge. Das Festkomitee
Langenfelder Karneval, die Spieß-Ratzen, die Prinzengarde, der RKV und der Heimatverein
Postalia ließen die Tollitäten auf der Bühne hochleben und sangen gemeinsam bekannte
Karnevals-Schlager.
Mit Büttenreden, Tanz und Musik ging so richtig die Post ab. Das vielfältige Programm
der Sitzung überraschte mit zahlreichen Stars des Karnevals. So brachten der singende
"Filue" und die "Flöckchen", die "zwei Verdötschte", die
Mundartgruppe "Kribbelköpp" und das Männerballett "Tanzbienen" die
Jecken in Stimmung. Den Höhepunkt lieferte die kölsche Kult-Band "De Höhner".
Von SILKE STACHURA
Kölner Stadtanzeiger - 04.02.02
Ein Hesse in der Bütt: Harald Noack kam
in Lila
Im Prinzip ärgert er sich ja über Beamtenwitze. Harald Noack lebt aber nach der
Devise "Humor ist, wenn man trotzdem lacht". Damit war der Staatssekretär in!
Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen natürlich der Mann" für die
Verleihung der nunmehr 35. "Silbernen Steuerschraube", die der Personalrat beim
Finanzamt Leverkusen alljährlich in Zusammenarbeit mit der Deutschen
Steuer-Gewerkschaft auf der Sitzung der KG Raubritter vergibt. In der Opladener Stadthalle
wurde der Hesse in die Bütt geholt, wo er sich seine Philosophie vom Fastelovend von der
Brust reden durfte.
Nun, so ganz heimisch scheint Noack sich im Rheinland allerdings noch nicht zu fühlen.
Altes Bier gebe es zum Beispiel in Düsseldorf Gut findet der-Ehrenträger dagegen das
Bützen. Anlass, Harald Noack zu adeln, war sein Gespür für die Anliegen und Interessen
der Beschäftigten. Trotz allgemein knapper Kassen habe er diese bislang nicht aus den
Augen verloren, lobte Manfred Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Steuergewerkschaft,
Bezirksverband Köln. In launigem Lila kam Noack auf die Bühne und bedankte sich. Ein
wenig schade nur, dass er mit dem Bützen so schnell klein bei gegeben hat. Dafür müsse
man in Köln geboren sein, auch wenn man ansonsten das Talent eines Hollywood-Stars habe,
behauptete er. Stimmt vielleicht, aber die Seeräuber, Teufelinnen und Clowns im Publikum
in der Stadthalle hätten sich da wohl doch lieber ein eigenes Bild von Noacks
diesbezüglichen Fähigkeiten gemacht.
Auf ihre Kosten sind sie aber auch so gekommen. Kein Wunder bei einer solchen
Starbesetzung. Wicky Jungeburth war da, die Fanfaren Trompeter Erftstadt", die
"Labbese", das Männerballett Tanzbienen Neunkirchen und die KG
Grün Weiß Schlebusch fegten unter anderen über die Bühne und bützten.
(jS)
General Anzeiger - Freitag, den 28.Februar 2003
Jecke Möhnen und verdötschte Wiever fiere
övverall
Die Festzelte und Säle in Sankt Augustin waren gestern fest in Frauenhand - In
Menden singen 1 400 Damen mit Brings von der "superjeilen Zick" -
Niederpleiser "Herzblättchen" tanzen Samba mit den männlichen
"Tanzbienen"Rhein-Sieg-Kreis. (ktt) Nichts zu bestellen hatten am Donnerstag die
Männer in Sankt Augustin. Knatschverdötscht, prächtig herausgeputzt und fantasievoll
kostümiert übernahmen die jecken Wiever an Weiberfastnacht die Herrschaft über die
Herren der Schöpfung. In den Sälen, Kneipen und in den Straßen schwangen die Fraulück
das Zepter und verwandelten die Stadt in eine schunkelnde Fastelovends-Hochburg..
Niederpleis. Jecke Kostüme und gute Stimmung fanden sich auch bei der
KG "Herzblättchen" in Niederpleis. Die ließen mit rund 400 raderdollen Damen
in der Aula der Realschule Niederpleis die Korken so richtig knallen. Ein Höhepunkt war
das Männerballett "Tanzbienen" aus Neunkirchen-Seelscheid
Foto:
Arndt
Männer waren tabu, es sei denn, sie tanzten
bei den "Tanzbienen" aus Neunkirchen bei den Niederpleiser
"Herzblättchen".
Mit ihren Darbietungen und Kostümen
brachten sie die Wiever zum Toben. Der Applaus schien kein Ende nehmen zu wollen, als sie
im Rock, mit Bluse und gelb-schwarzen Federn auf dem Kopf erschienen und zu Samba-Rhythmen
abrockten. Auch im weißen Ballettkostüm mit Tutu waren die "Tanzbienen" nicht
weniger emsig. Mit Liedern in kölscher Mundart begeisterten auch "De Köbesse
RHEINISCHE POST 04.02.2002
KG Raubritter vom Finanzamt bot bei ihrer Sitzung
ein munteres Programm
Tanzbienen mit behaarten Waden
Von TOBIAS KRELL
OPLADEN. "So schön kann keine Frau sein", scherzte ein Besucher der
Prunksitzung der KG Raubritter. Von seiner ? weiblichen ? Begleitung erntete er einen
kritischen Blick für diese Bemerkung. Doch auch sie war begeistert vorn Auftritt des
Männerballetts Tanzbienen Neunkirchen" und klatschte im Takt der Musik mit. Die
Männer brachten Stimmung in die Opladener Stadthalle. Mal als Minnie?
Mäuse, mal als
eitle Ballerinen im Tütü wirbelten sie über die Bühne.
Was den Hauptunterschied zu vielen anderen Männerballetts ausmacht, ist die Tatsache,
dass die "Tanzbienen" wirklich tanzen können und das nicht bloß imitieren. Ob
Hebefigur oder Spagat ? das Publikum, das ohnehin schon stand und im Takt mitklatschte,
feierte jede besondere Aktion mit lautstarkem Gejohle. Für mehr Stimmung hätte wohl auch
eine weibliche Tanzgruppe nicht sorgen können.
Auch sonst hatte die KG des Finanzamtes ein buntes Programm mit vielen Höhepunkten
zusammengestellt, Redner "Ne Knallkopp" etwa der unter anderem von einem
Gespräch auf dem Amt berichtete, bei dem er den Beamten fragte, ob Schizophrene zwei
Lohnsteuerkarten bräuchten. Wenn sie beide arbeiten gehen, ja", fasst er die
fiktive Antwort zusammen ? zum Vergnügen der überwiegend aus der Finanzverwaltung
stammenden Besucher.
Für Begeisterungsstürme sorgten auch die Eigenauftritte. Die "Mädels us'm
Amt" zeigten diesmal nicht nur selbst, was sie tänzerisch drauf haben. Sie gaben zu
den Klängen von "Hey Baby" auch Bürgermeister Dr. Walter Mende, Amtsvorsteher
Erhard Feldhaus, dem Düsseldorfer Oberfinanzpräsidenten Dr.Peter Meyer und Joachim Rothe
(Stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Steuergesellschaft)
Tanzunterricht".
Angelehnt an das Sessio.nsmotto, wagten die Raubritter mit ihrem Auftritt einen
Rückblick auf 100 Jahre kölsche Fasteleers Klänge und setzten Songs wie "Dern
Schmitz sin Frau is durchjebrannt" (1907), "Bei Palms, da is de Pief verstoppt'5
(1929), "Mir schenken der Ahl e paar Blörn ' scher" (1967) oder "Dicke
Mädchen" (2000) schauspielerisch um. Das Kommen hatte sich in jedem Fall gelohnt,
auch für die Besucher aus Sachsen, die seit nunmehr vier Jahren dabei sind und die wohl
weiteste Anreise hatten.
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